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Strenger Haus

Ludwigsburg 2022

Unter Berücksichtigung einer behutsamen innerstädtischen Nachverdichtung entstanden auf einem ehemaligen Hinterhof mit großer asphaltierter Parkplatzfläche drei Punkthäuser mit identitätsstiftendem Charakter. Dabei wurde die Verknüpfung von Arbeiten und Wohnen in zentraler Lage gekonnt umgesetzt. Die fünf- und sechsgeschossigen, polygonalen Gebäude fügen sich durch ihre Klinkerfassade und ihre räumliche Gestaltung harmonisch in den Kontext ein.

 

Mit der Gestaltung der Außenanlage reagierten wir auf die Formensprache und die verwendeten Materialien der Gebäude. Polygonale Stahlkanten ermöglichen Baumpflanzungen auf der darunterliegenden Tiefgarage. Das recycelte Segmentbogenpflaster aus Naturstein greift einerseits den industriellen Charakter auf und schafft es andererseits, zwischen den unterschiedlichen Höhen und Materialien der umliegenden Bestandsgebäude und Neubauten zu vermitteln. Ein weiterer Vorteil: Das Natursteinpflaster öffnet den zuvor asphaltierten Untergrund für die Versickerung. Ein grüner Saum aus Stauden und wertigen Materialien umschmeichelt die Gebäude, gibt ihnen geeignete Vorzonen, kühlt das Mikroklima und schützt den Gebäudesockel vor den Belagsflächen, die in Richtung Gebäude geneigt sind. Auf der Ostseite liegen begrünte Dachterrassen, die mit Kräutern, essbaren Stauden und Gehölzen auf die innenliegende Mensa und die Besprechungsräume reagieren. Polygonale Terrassenplatten und Holzdecks übernehmen die charaktergebende Formensprache bis ins Detail.

 

Mit dem Projekt gelang es, den ehemaligen Hinterhofcharakter in eine innerstädtische Wohn- und Arbeitsstätte mit wertigen Vorzonen und qualitätvollen Aufenthaltsräumen zu transformieren.