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Klimawäldchen Hochschulcampus

Heilbronn-Sontheim 2026

Der Wald von morgen ist nicht nur bedeutender Klimaschützer, sondern ebenso wichtiger Rohstofflieferant, Lebensraum für Artenvielfalt und Ort der Erholung. Dass dieses Konzept auch im Kleinen funktioniert und im urbanen Raum wirken kann, zeigt das Hochschulprojekt „Klimawäldchen“. Wissenschaftlich begleitet, konzipierten wir für den Hochschulcampus Heilbronn-Sontheim unter Berücksichtigung von Klimaresilienz, Biodiversität und Baumbestand ein Areal mit schnell wachsenden Zukunfts- und Klimabaumarten. Auf rund 3.600 Quadratmetern entstanden, behutsam in die Umgebung eingebunden, drei unterschiedliche, ineinander übergehende Zonen – Klimahain, Klimasaum und Klimawald –, bepflanzt mit Baumarten, die sich durch besondere Merkmale auszeichnen und je nach Jahreszeit ein unterschiedliches Erscheinungsbild aufweisen.

 

Von Speierling und Eberesche, Baumhasel und Feldahorn bis hin zu Ginkgo, Urwelt-Mammutbaum, Blauglockenbaum und Trompetenbaum: Etwa 100 Bäume unterschiedlicher Größe wurden dem Bestand hinzugefügt. Großzügige Staudenflächen, Wiesen sowie Sitzgelegenheiten aus Holz runden das Areal ab. Die vielfältige Bepflanzung erfüllt dabei zahlreiche Ökosystemleistungen – sie stärkt die Artenvielfalt, kühlt die Umgebung, filtert Luftschadstoffe und fördert zudem das mentale Wohlbefinden.

 

Den neu geschaffenen Klimawaldabschnitt prägt eine dichte Bepflanzung mit urwaldartiger Atmosphäre und geschlossenem Blätterdach. Charakteristisch sind Baumarten mit überwiegend großen oder gefiederten Blättern. Den Klimasaum ergänzten wir um passende Baumarten sowie schatten- und wurzeldruckverträgliche, überwiegend heimische Heckenpflanzen und Sträucher. Eine lockere Bepflanzung aus kleinkronigen Blütengehölzen definiert den Klimahain. Das gesamte Areal mit Vorbildcharakter vereint nicht nur zukunftsweisende Grünflächen mit Erholungs- und Rückzugsmöglichkeiten im urbanen Raum, sondern ist auch robust und gering anfällig für Schädlinge und Krankheiten.